“Jo, mir sein mit’n Radl do”

Vierschach und die unhörbaren Glocken. Wenn in Vierschach um 12 Uhr die Kirchturmglocken unhörbar schlagen, weiß man es ist August. Hunderte Radwanderer strampeln durch das Dorf und klingeln beschwingt. Obwohl noch etliche Kilometer vor ihnen liegen, läuft ihr Bewegungsdrang auf Hochtouren, was sich am fröhlichen Schellen der Fahrradklingel manifestiert, das die Kirchenglocken gnadenlos übertönt. Kein Wunder! Der Drauradweg vom Hochpustertal nach Lienz ist 45 km lang, der Start liegt höher als das Ziel. Das bedeutet: geringe Muskelkraft – erhöhter Spaß. Und das Beste daran: man fährt mit dem Rad-Zug von Lienz an den Ausgangspunkt (Bahnhof Innichen) zurück.

Stone-man 5

Weit gefehlt wer glaubt, dass das flache und breite Hochpustertal nur mit unbeschwerlichen Radtouren lockt. Insider fiebern alljährlich dem härtesten Mountainbike-Rennen der Dolomiten entgegen. Beim Südtirol Dolomiti Superbike können sich die Teilnehmer – je nach Fitness – zwischen der langen Distanz (119,9 km, 3.833 hm) oder der kurzen Strecke (59,9 km, 1.688 hm) entscheiden. Dann ist kein Klingeln zu vernehmen, denn die Athleten fahren mit dem besten Material auf, sparen da und dort an unnötigem Ballast. Eine Fahrradklingel? Überflüssiges Accessoire. :-)

Stoneman

“Der Stonemann ist kein Rennen, sondern eine Herausforderung. Eine Rennsituation ist meistens eine Stresssituation. Man nimmt unter Zeitdruck gefährliche Abfahrten auf sich, riskiert und fährt gegen die Uhr. Der Stoneman soll ein Naturerlebnis sein, mit dem Vorsatz ohne Druck ans Ziel zu gelanten”, sagt MTB-Profi Roland Stauder. Mehr dazu findet Ihr hier.


Verwandte Blogposts:

Schreibe einen Kommentar